Eisprung fördern

Ohne Eisprung keine Empfängnis – wie kannst du deine Fruchtbarkeit verbessern?

Ein Zyklus, der so regelmäßig verläuft wie ein Schweizer Uhrwerk, ist schon einmal eine gute Ausgangslage, wenn du dir ein Kind wünschst. Doch garantiert dir das auch, dass auch wirklich ein Eisprung stattfindet? Nicht unbedingt. Wenn du deinen Zyklus regulieren und den Eisprung fördern möchtest, hast du dafür verschiedene Möglichkeiten.

Eisprung fördern: Temperaturkurve

Eisprung fördern: Wie kannst du deinen Zyklus regulieren?


Zuerst klären: Findet der Eisprung statt?

Ein hilfreiches Mittel, um den eigenen Zyklus besser kennenzulernen, ist die tägliche Messung der Basaltemperatur. Die Körpertemperatur bleibt vom Beginn deines Zyklus, der mit dem Einsetzen der Regelblutung beginnt, zunächst ungefähr auf demselben Niveau – meist sind es etwa 36,5 Grad Celsius. Wenn in der Mitte des Zyklus der Eisprung erfolgt, sorgt das Hormon Gestagen für ein leichtes Ansteigen der Körpertemperatur. Bis zum Ende dieses Zyklus bleibt die Körpertemperatur ein wenig erhöht, bis der nächste beginnt.

Die Basaltemperatur ist ein einfaches und praktisches Hilfsmittel, um zu erkennen, ob du regelmäßig einen Eisprung hast. Wenn deine Temperaturkurve dich verwirrt oder du weitere Fragen zum Eisprung hast, wende dich an deine behandelnde Frauenärztin oder deinen Frauenarzt. Mehr über die Basaltemperatur kannst du im folgenden Text nachlesen:

Wichtig bei Kinderwunsch: Für einen regelmäßigen Zyklus sorgen

Ein unregelmäßiger Zyklus deutet oft daraufhin, dass dein Hormonhaushalt nicht ausgeglichen ist. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Bei manchen jungen Frauen dauert es eine Weile, bis der Zyklus sich eingependelt hat. Faktoren wie Stress, Schichtarbeit oder häufiges Reisen zwischen unterschiedlichen Zeitzonen kann den Körper und deine Hormone ebenfalls durcheinanderbringen. Wenn dein Zyklus verkürzt, verlängert oder unregelmäßig ist oder häufig Zwischenblutungen auftreten, kann jedoch auch eine Erkrankung wie Hashimoto-Thyreoditis (Schilddrüsenüber- bzw. unterfunktion) dahinter stecken. Lass die Gründe für anhaltende Zyklusunregelmäßigkeiten ärztlich abklären, um eine behandlungsbedürftige Krankheit auszuschließen.

Kräuter helfen: Wie Zyklustees deine Fruchtbarkeit unterstützen

Bei harmlosen Zyklusschwankungen können Zyklustees hilfreich sein. Um deinen Hormonhaushalt zu regulieren, trinkst du in der ersten Zyklushälfte, also von ersten bis zum 14. Tag ab Beginn der Blutung, einen sogenannten Tieflagen-Tee, der das Östrogen unterstützt, welches für die Reifung des Eis entscheidend ist. In der zweiten Zyklushälfte ist dann das Hormon Gestagen gefragt, das wiederum wird durch die Hochlagen-Tees unterstützt, die nach der leicht erhöhten Körpertemperatur benannt sind. Welche Kräuter dir wann weiterhelfen, kannst du hier nachlesen:

Mönchspfeffer gegen Zyklusprobleme und bei Kinderwunsch

Das Hormon Prolaktin sollte eigentlich erst ab der Schwangerschaft und vor allem in der Stillzeit eine größere Rolle spielen, da es die Milchbildung anregt. Produziert dein Körper es jedoch auch zu anderen Zeiten, so kann es den Eisprung hemmen. Davon merkst du womöglich gar nichts, weil du du womöglich ganz normal deine Regel bekommst. Das Prolaktin kann jedoch auch zu Zyklusschwankungen führen.

Auch dagegen ist zum Glück ein Kraut gewachsen: Mönchspfeffer-Tabletten, -Kapseln und -Tropfen können das Prolaktin dämpfen und damit dafür sorgen, dass der Eisprung wieder stattfindet. Hier erfährst du mehr darüber, wie dir Auszüge aus dieser Pflanze helfen können:

Clomifen: Mit Medikamenten nachhelfen

Bei einem gestörten Hormonhaushalt kann es passieren, dass der Zyklus normal abzulaufen scheint, dass aber gar kein Eisprung stattfindet. Clomifen wirkt antiöstrogen, um den weiblichen Körper auszutricksen, indem es einen Östrogenmangel signalisiert. Der Körper produziert dieses für die Eizellreifung entscheidende Hormon dann – wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, ist dies häufig die erste Stufe einer medikamentösen Therapie, um den Eisprung sicherzustellen. Hier erfährst du mehr darüber:

Eisprung fördern mit Akupunktur: TCM und Fruchtbarkeit

Auch die Traditionelle Chinesische Medizin kennt verschiedene Behandlungsmethoden, um für einen Eisprung zu sorgen. Mit Akupunkturnadeln kann gezielt in Körperprozesse wie den Hormonhaushalt eingegriffen werden. Akupunktur kann die Eireifung fördern und den Eisprung sicherstellen, aber auch die Bedingungen für die Einnistung eines befruchteten Eis verbessern. Hier liest du, wie Akupunktur deinen Kinderwunsch möglicherweise erfüllen kann:

Wenn du dir ein Baby wünschst und es bislang noch nicht so recht klappen wollte, lass dich ärztlich untersuchen und probiere es mit diesen Schritten: Basaltemperatur messen, Zyklus regulieren und Eisprung fördern. Dann wird sich dein Kinderwunsch hoffentlich bald erfüllen!

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