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Expressbestellung bei dm: Klappt das mit dem Abholen wirklich?

Der Praxistest

Expressbestellung bei dm: Klappt das mit dem Abholen wirklich?

Die Expressbestellung bei dm, klappt die eigentlich so, wie gedacht? Wir haben für euch den Praxistest gemacht.

"Brauchst du noch was von dm?", frage ich meinen Mann. Der dreht sich verwundert zu mir um, wir beide gehen zur Zeit nicht wirklich gern einkaufen. Dass ich freiwillig anbiete, das Haus zu verlassen, wundert ihn sehr. Wir versuchen unsere Einkäufe so zu planen, dass wir möglichst selten draußen sind, in einem Haushalt mit drei Kindern muss man aber doch häufiger mal etwas besorgen.

Windeln, Müsli, Feuchttücher - alles, was Familien brauchen

Nun sind die Windeln leer, in der Müslibox sind auch nur noch kümmerliche Reste, der Kloreiniger neigt sich dem Ende zu, es steht einiges auf meiner Liste. Und weil ich gehört habe, dass dm jetzt eine Expressbestellung anbietet, bei der ich nicht mehr durch den Laden laufen muss, sondern kontaktlos meine Bestellung abholen kann, will ich das unbedingt ausprobieren.

Expressbestellung von dm in der Theorie

In der Theorie funktioniert die Expressbestellung bei dm so: Ihr sucht euch auf der Website aus, was ihr braucht und schaut, ob es in dem dm-Markt eures Vertrauens verfügbar ist. Wenn dem so ist, dann packt ihr die Ware (momentan nur in haushaltsüblichen Mengen von ca. 2 Stück pro Artikel) in euren Einkaufswagen. Dann wählt ihr die Expressbestellung, zahlt euren Einkauf und könnt ihn sechs Stunden später im Laden abholen. Kleiner Wermutstropfen: Wenn ihr noch kein dm-Kundenkonto habt, kostet dieser Service 2,95€, mit dem Konto ist es kostenfrei.

Praxistest: Expressbestellung bei dm

Soweit also die Idee. In der Praxis funktioniert bei mir leider... wenig. Das erste Mal genervt bin ich schon, als ich auf "Expressbestellung ausprobieren" klicke. Es öffnet sich eine Seite, die mir das erklärt, was ich euch gerade erklärt habe. Darüber ploppt das Fenster auf, dass ich doch die Expressbestellung mal ausprobieren könnte. Dabei bin ich doch eigentlich schon dabei. Also Fenster zuklicken und weiter lesen.

Ich klicke als Nächstes auf "direkt loslegen" und yeah, es geht wirklich los. Ich sehe das gesamte Warenangebot und kann suchen, was ich in meinen Einkaufswagen packen möchte. Spaßenshalber probiere ich zunächst die Königsdisziplin im Moment: Klopapier. Online ist es verfügbar, da könnte ich es kaufen. Für eine Expressbestellung schaue ich nun nach der Verfügbarkeit im dm-Markt meines Vertrauens nach. Dafür müsst ihr einfach die Postleitzahl eingeben, es werden euch automatisch die dm-Märkte in der Nähe angezeigt. Und siehe da: Kein Toilettenpapier verfügbar, folglich kann ich das also auch nicht via Expressbestellung kaufen.

Expressbestellung klappt nur mit Einschränkungen

Weiter geht's mit den Sachen, die wir tatsächlich benötigen. Müsli und Kloreiniger sind kein Problem, die sind in ausreichender Menge vorhanden, die kann ich in den Warenkorb packen. Bei den Windeln aber scheitere ich. Mir wird angezeigt, dass es noch 17 Pakete im Laden gibt, aber weil sie online ausverkauft sind, kann ich sie überhaupt nicht für die Expressbestellung auswählen.

Nicht alles verfügbar

Gleiches gilt für die Feuchttücher, die wir ebenfalls benötigen. Es gibt sie in kleineren Paketen, das von uns benutzte Viererpack wird überhaupt nicht angeboten. Das bedeutet in der Folge: Ich muss die Windeln und Feuchttücher im Laden separat kaufen, wenn ich die Expressbestellung abhole. Für mich ist an der Stelle klar, dass ich dann auch gleich in den sauren Apfel beißen kann, und Müsli und Reiniger vor Ort kaufe.

Expressbestellung bei dm lief nicht optimal

Für den Test suche ich aber nach weiteren Artikeln, die Eltern in diesen Tagen sicher viel einkaufen. Pre-Nahrung, Zahnpasta, Nuckel, alles, was sowohl online, als auch im Markt verfügbar ist, das kann ich theoretisch kaufen. Ist es online nicht erhältlich, kann ich es nicht auswählen und muss es folglich vor Ort in den realen Einkaufswagen packen. Ich breche das Experiment an der Stelle ab, weil ich für mich keine Zeitersparnis darin erkenne, online nach Artikeln zu suchen (die Suche auf der Website funktioniert auch nicht so richtig überzeugend), bei denen ich vor Ort genau weiß, wo sie stehen.

Erfahrungen mit der Expressbestellung bei dm

Weil ich nicht alles in meinen virtuellen Einkaufswagen packen kann, sondern Teile des Einkaufs vor Ort sowieso besorgen muss, fällt die Expressbestellung von dm bei mir leider durch. Ich finde die Idee gut, man verzichtet auf längere Aufenthalte in den Geschäften, minimiert den Kontakt zu anderen und bekommt theoretisch trotzdem alles, was man so benötigt. Ich hoffe, es werden durch dieses Angebot neue Arbeitsplätze geschaffen, denn irgendwer muss die Bestellungen im Markt ja auch zusammensuchen. Immerhin stehen sechs Stunden später die Kunden und Kundinnen im Laden und wollen die Waren abholen. Wenn das dem Kassenpersonal als zusätzliche Aufgabe übergeholfen wird, fände ich das furchtbar und würde schon deswegen darauf verzichten.

Und doch einfach loslaufen

Ich habe mit meinem Mann dann übrigens "Schnick, Schnack, Schnuck" gespielt, um zu ermitteln, wer von uns beiden Windeln & Co besorgen muss. Leider habe ich verloren.

Bildquelle: getty images / Michele Tantussi / Freier Fotograf

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