Schwangerschaftsdiabetes – die richtige Ernährung hilft

Diabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. In den meisten Fällen hilft die richtige Ernährung zur Heilung.

Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes mellitus, wie der medizinische Ausdruck lautet, gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen, die während einer Schwangerschaft auftreten können. Etwa fünf Prozent der werdenden Mütter in Deutschland sind davon betroffen.

Der Zuckertest gehört zu den Routineuntersuchungen in der Schwangerschaft dazu.

Der Zuckertest gehört zu den Routineuntersuchungen in der Schwangerschaft dazu.


Schwangerschaftsdiabetes – was ist das?

Von einem Schwangerschaftsdiabetes spricht man, wenn während der Schwangerschaft ein erhöhter Blutzuckerspiegel festgestellt wird, vorher der Wert jedoch normal war. Auch wenn die Stoffwechselstörung ohne bestimmte Veranlagung oder Vorerkrankung auftreten kann, begünstigen gewisse Risikofaktoren die Störung. Dazu gehören:

  • Übergewicht
  • eine Schwangerschaft ab 30 Jahren
  • Diabetes in der Familie
  • extreme Gewichtszunahme während der Schwangerschaft
  • mehrere vorangegangene Fehlgeburten unbekannter Ursache
  • Schwangerschaftsdiabetes bei einer vorherigen Schwangerschaft

Schwangerschaftsdiabetes ist gut behandelbar

Oft normalisiert sich der Schwangerschaftsdiabetes einige Wochen nach der Entbindung von selbst wieder. Er kann sich jedoch auch manifestieren – vor allem, wenn der erhöhte Blutzucker unentdeckt bleiben sollte. Das wäre möglich, da er meist beschwerdefrei bleibt. Um das zu verhindern, gehört der Blutzuckertest mittlerweile pflichtgemäß zu den Vorsorgeuntersuchungen dazu. Deshalb wird der Gestationsdiabetes heutzutage recht zuverlässig bemerkt und kann gut behandelt werden. Es gilt: Wird der Diabetes früh erkannt, ist er meistens auch heilbar.

Ernährungsumstellung hilft

In 90 Prozent der Fälle hilft allein schon eine Ernährungsumstellung, um den Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft wieder zu normalisieren. So kannst auch du viel für die Gesundheit von dir und deinem Ungeborenen tun:

  • Ändere deine Essgewohnheiten und nimm kleine, dafür häufigere Mahlzeiten zu dir – zum Beispiel sechs statt drei –, um den Blutzuckerspiegel auf einem möglichst gleichmäßigen Niveau zu halten.
  • Ersetze Weißmehlprodukte durch viele gesunde Ballaststoffe, die du vor allem in Vollkornprodukten findest.
  • Raffinierter Zucker in Speisen, vor allem aber auch in Getränken wie Limonade und gezuckerten Säften, ist ab sofort tabu.
  • Stattdessen gönn dir viel Gemüse und Salat auf deinem Speiseplan.
  • Viel trinken, am besten frisches, gereinigtes Wasser ist optimal für den Stoffwechsel
  • Auch Obst gehört zu einer gesunden Ernährung dazu, allerdings sollten die Früchte nicht zu überreif und süß sein.
  • Achte darauf, fettarm zu essen. Auch deine Milchprodukte sollten fettreduziert sein.
  • Viel Bewegung an der frischen Luft bringt den Stoffwechsel ebenso in Harmonie.

Es gibt einige kostbare Lebensmittel, die von Natur aus einen besonders ausgleichenden Effekt auf den Blutzuckerspiegel haben. Diese solltest du in deinen Speiseplan regelmäßig und in Maßen einbauen, um positiv auf den Blutzuckerspiegel einzuwirken:

  • Wildheidelbeeren
  • Kokosöl
  • Yaconsirup
  • Kakao
  • Walnüsse
  • Bohnen
  • Buchweizen

Achtung: Bestimmte Gewürze und Kräuter, die ebenfalls ausgleichend wirken, solltest du während der Schwangerschaft nicht verwenden, da sie Wehen auslösen könnten:

  • Zimt
  • Bockshornklee
  • Kurkuma

Ein Schwangerschaftsdiabetes ist keine Komplikation, die du fürchten musst. Du solltest jedoch aufmerksam sein und deinen Blutzucker bei den Vorsorgeuntersuchungen immer mit testen lassen, damit du gezielt gegensteuern kannst. Dein Arzt oder deine Ärztin können dich dazu in jedem Fall gut beraten und begleiten.

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