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Bescheuerte TikTok-Kuh-Challenge: Richtig gefährlich für Mensch & Tier

Bescheuerte TikTok-Kuh-Challenge: Richtig gefährlich für Mensch & Tier

Kühe erschrecken

Nicht jede Challenge auf Tiktok ist nur amüsant. Leider entwickeln sich gerade die gefährlichen Kurzvideos schnell zum Internet-Hit: Kühe erschrecken. Diese neueste Challenge bringt jetzt die Landwirte auf die Barrikaden, denn Jugendliche gefährden dabei ihre Gesundheit und die der Tiere. Also: Bitte nicht nachmachen!

"Ham's euch ins Hirn gsch****?"

Der österreichische Landwirt Georg Doppler hat die Nase voll von TikTok. Eigentlich seltsam, denn was soll ein Landwirt denn gegen eine Videoapp haben? In diesem Fall ist seine Kritik am neuesten TikTok-Hype absolut begründet und verständlich, denn er betrifft die Gesundheit seiner Tiere.

Der Trend: Unter dem Hashtag #scaringcowchallenge posten vor allem junge Leute und Jugendliche Videos, in denen sich sich auf einer Weide wild mit den Armen fuchtelnd vor Kühen aufbauen und auf diese mit dem Ausruf: "Kulikitaka!" losstürmen. Was macht die eigentlich friedliche Kuh? Sie erschreckt sich und türmt. Im Zuge der Challenge kam es bereits zu einigen verletzten Jugendlichen und Kühen. Das brachte den Landwirt so in Rage, dass er seiner Wut auf seinem Instagram-Kanal Luft machte. Sein Aufreger-Video ging viral.

Was kommt als nächstes? Gibt es überhaupt noch Grenzen? Darf denn jeder alles tun? Ohne Konsequenzen? Einfach weils grad cool is und viele Likes bringt? Diese #scaringcowchallenge auf #tiktok ist nur ein neuerlicher Auswuchs unserer Gesellschaft.

Georg Doppler Instagram

Warum Kühe erschrecken nicht lustig ist

Kühe sind eigentlich friedlich. Doch wenn sie Gefahr wittern, dann stürmen sie los. Dazu kommt noch, dass sie dabei vor allem ihre Kälber beschützen wollen, wenn sie etwas Bedrohliches bemerken. Es ist also nie eine gute Idee sich in der Nähe einer Herde mit Jungtieren sehr auffällig zu verhalten.

Diese TikTok-Challenge ist aus zwei Gründen daher absolut nicht zum nachmachen empfohlen: Sie setzt die Kühe unter wortwörtlichen tierischen Stress, bei dem sie sich gegenseitig verletzen oder während des davon Rennens auch in der Umgebung verletzen können.

Zudem setzt sich derjenige, der die Challenge ausführt einer großen Gefahr aus, denn ein Tier, dass sich bedroht fühlt, greift an. Georg Doppler betont daher, dass man sich bewusst sein sollte, dass eine oder mehrere Kühe einen Menschen regelrecht tottrampeln können. Jährlich geschehen auf Kuhweiden im Allgäu daher mehrere Tausend Unfälle, weil Wanderer sich nicht vorsichtig genug verhalten haben.

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Harmloser Trend wird zum gefährlichen Hit

Ursprünglich startete der Kulikitaka-Trend in Südamerika harmlos als Tanz-Challenge: TikTok-User tanzten in seltsamen Verkleidungen und ruckartigen Bewegungen zum Hit "Kulikitaka" des karibischen Sängers Tono Rosario. Dann fingen einige User an mit diesen Tanzeinlagen ihre Hunde zu erschrecken und unter irgendjemand hatte die glänzende Idee, dies doch auf einer Kuhweide weiterzuführen. So schnell können sich Trends zu einer gefährlichen Aktion verwandeln, die Jugendliche fasziniert.

Man kann nur hoffen, dass der Aufruf der Landwirt und die vielen medialen Berichte von den Kids ernst genommen wird und sich nicht erst noch viele verletzen müssen, damit man damit aufhört. Als Eltern könnte man vielleicht auch öfter mal schauen, was für Tiktok-Videos die Teenies so hochladen oder den Kindern zeigen, dass TikTok auch sinnvolle Videos bietet, von denen man etwas lernen kann.

Kein Verständnis

Georg Doppler ist mein Held. Es ist vollkommen richtig, wie er sich gegen diesen seltsamen Trend wehrt. Ich kann ebenfalls nicht nachvollziehen, wie man irgendetwas daran lustig finden kann, Tiere derart zu quälen. Denn sie so zu erschrecken, ist eine psychische Qual für sie. Natürlich werdet ihr euren Kids das Nutzen von TikTok nicht verbieten können und auch wenig dagegen ausrichten können, dass in einem bestimmten Alter solche Trends und Mutproben leider kursieren. Doch ihr könnt euch damit beschäftigen, was sie auf TikTok so treiben und ihnen verdeutlichen, wie sinnlos und gefährlich das Ganze ist. Nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Jugendlichen selbst.

Bildquelle: Getty Images/JazzLove

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