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Kamillentee in der Schwangerschaft: So wirkt er bei Beschwerden

Die Kamille ist eine beliebte Heilpflanze, weil sie bei vielen Beschwerden helfen kann. Aber darf man Kamillentee in der Schwangerschaft trinken? Und wie viel davon ist gesund? Wir zeigen dir, wie du Kamille sicher anwendest, wogegen sie hilft und welche aktuellen Studien zum Thema relevant sind.

Mit Tee ist das in der Schwangerschaft immer so eine Sache: Manche Sorten sind erlaubt, andere haben ziemlich beängstigende Nebenwirkungen. Zum Glück gibt es auch ein paar, mit denen wir (und unsere Babys im Bauch!) immer auf der sicheren Seite sind, wenn wir uns nach einem warmen Tässchen sehnen. Kamillentee gehört hier dazu: Er ist in der Schwangerschaft (meist) sicher, dazu gesund und kann in einigen Fällen sogar Medikamente ersetzen, auf die wir in der Schwangerschaft sowieso ganz gerne verzichten.

Welche Wirkung hat Kamillentee?

Kamillentee wirkt entzündungshemmend, krampflösend und beruhigend. Verantwortlich für die gesundheitliche Wirkung sind ätherische Öle, Flavanoide und Cumarin, die in den Blüten der echten Kamille (Chamomilla recutita/Matricaria recutita) enthalten sind. Deshalb spricht man oft auch von Kamillenblütentee. Übrigens: Die Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass Bio-Kamillentee einen höheren Anteil dieser Bestandteile hat. Bei bestimmten Beschwerden (s.u.) lohnt es sich also, in ein Bio-Produkt zu investieren.

Darf man Kamillentee in der Schwangerschaft trinken?

Kamillentee ist in der Schwangerschaft, Stillzeit und auch bei Kinderwunsch sicher und kann bei vielen Beschwerden helfen. Das Hausmittel spielt deshalb eine wichtige Rolle, weil es stärkere oder ungeeignete Medikamente ersetzen kann. Darum wird Kamillentee auch gerne von Hebammen empfohlen. Wichtig ist, dass du den Tee mit kochendem Wasser aufbrühst und ein paar Minuten ziehen lässt, um ggf. vorhandene Keime abzutöten. So kann er auch erst seine heilende Wirkung richtig entfalten.

Wichtig: Kamille ist in vielen Teemischungen enthalten und auch ein beliebter Drink für zwischendurch. Trotzdem zählt sie zu den Heilkräutern und hat eine leichte medizinische Wirkung, sodass du Kamillentee nur in Maßen trinken solltest – besonders dann, wenn du schwanger bist.

Jennifer Kober

Kamillentee im Test

Wie bei allen Kräutern gilt auch bei der Kamille: Die Dosis macht das Gift. Das gilt leider besonders in Schwangerschaft und Stillzeit, wenn du deinen Blutkreislauf oder deine Muttermilch mit deinem Baby teilst, dessen Körper besonders empfindlich auf Giftstoffe reagiert.

Immer wieder tauchen nämlich Berichte auf, dass Kräutertees mit Schadstoffen belastet sind – und besonders Kamillentee ist häufig betroffen. Die Stiftung Warentest empfiehlt deshalb, die Produkte nur bei Bedarf und in kleinen Mengen zu genießen – ganz besonders, wenn du schwanger bist oder stillst.

Im Test schnitten Bio-Produkte generell besser ab, waren aber manchmal auch mit Giftstoffen belastet. In Bio-Tees können sich zwar keine Pestizide, dafür aber giftige Wildkräuter mit einschleichen, die krebserregende Pyrrolizidinalkaloiden (kurz PA) enthalten. Am besten schnitten hier die Kamillentees von Mesmer, Lebensbaum, H&S und DM Bio ab.

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Wie viel Kamillentee darf ich in der Schwangerschaft trinken?

Ein bis zwei Tassen am Tag kannst du ohne Bedenken trinken, besonders, wenn du den Tee nur zeitweise für bestimmte Beschwerden anwendest. Wie bei allen Teesorten ist es auch hier gut, wenn du nicht größere Mengen oder den Tee über einen längeren Zeitraum trinkst.

Falls du vor deiner Schwangerschaft keine Tee-Fanatikerin warst und noch keine Erfahrung mit Kamille hast, kannst du erst einmal vorsichtig schauen, wie du ihn verträgst. Manche von uns reagieren durchaus empfindlich, z. B. mit Sodbrennen oder Hautausschlag bei äußerlicher Anwendung. Wenn du allergisch gegen Korbblütler bist, lässt du von Kamillentee besser komplett die Finger.

Wie kann ich Kamillentee in der Schwangerschaft anwenden?

Um die positiven Eigenschaften von Kamillentee in der Schwangerschaft für dich zu nutzen, kannst du den Tee auf verschiedene Weise anwenden:

Bei welchen Beschwerden hilft Kamillentee in der Schwangerschaft?

Kamille ist ein echter Allrounder und wird bei einer ganzen Reihe von Wehwehchen und Krankheiten empfohlen. Deshalb hilft er besonders auch bei diesen Schwangerschaftsbeschwerden:

Studien zeigen, dass Kamillentee den Blutzuckerspiegel senkt. Er kann zwar keine Medikamente oder gar eine Insulintherapie ersetzen, aber kann bei Schwangerschaftsdiabetes durchaus unterstützend wirken und Teil deines angepassten Ernährungsplans sein.

Hilft Kamillentee bei Kinderwunsch?

Wenn du versuchst, schwanger zu werden, kannst du weiterhin Kamillentee trinken. Einige Studien deuten sogar darauf hin, dass Kamillentee indirekt die Fruchtbarkeit steigern kann. Nämlich dann, wenn er gegen Schlafmangel, Stress und Nervosität eingesetzt wird – drei Faktoren, die sich negativ auf die Chancen, schwanger zu werden, auswirken. Da Kamillentee auch den Blutzuckerspiegel reguliert, kann er deine Fruchtbarkeit erhöhen, wenn du an Diabetes leidest.

Ist Kamillentee in der Stillzeit erlaubt?

Wenn du dein Baby stillst, kannst du weiterhin Kamillentee trinken. Oft wird der entzündungshemmende Durstlöscher sogar empfohlen, denn er kann deinen Körper bei der Erholung im Wochenbett und bei der Rückbildung unterstützen. Äußerlich kann er (abgekühlt) auch als erfrischende Scheidenspülung während des Wochenflusses eingesetzt werden. Studien zeigen gleichzeitig, dass Kamillentee Müttern im Wochenbett hilft, besser zur Ruhe zu kommen. Und noch viel wichtiger: Kamillentee nach der Geburt kann dabei sogar das Risiko einer Wochenbettdepression vermindern.

Viele tolle Tipps und Rezepte zur Anwendung von Kamille und Co. in Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit findest du hier:

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Yay! Kamillentee kannst du während der Schwangerschaft also weiterhin genießen. Aber wie sieht es mit anderen Lebensmitteln aus? Wir haben die Top 7, auf die du besser verzichtest:

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Bildquelle: Getty Images/Ridofranz

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