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Kontaktbeschränkungen für Kinder: Das gilt in den Bundesländern

Kontaktbeschränkungen für Kinder: Das gilt in den Bundesländern

Kontakt reduziert

Ab heute gelten die verschärften Corona-Regeln. Von den Kontaktbeschränkungen sollen Kinder in manchen Bundesländern nicht mehr ausgenommen sein. Was gilt wo? Und gilt mein Baby schon als Person?

„Neue und besondere Lage"

Auch im neuen Jahr hat die Corona-Pandemie unser Leben weiter im Griff. Daher haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder letzte Woche auf eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns bis zum 31. Januar geeinigt. Ziel sei es weiterhin, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 zu bringen. Besonders angesichts der in Großbritannien entdeckten Mutation des Virus, die sich deutlich schneller verbreitet, „müssen wir besonders vorsichtig sein", so Merkel bei der Pressekonferenz. Es gebe eine „neue und besondere Lage".

Kontaktbeschränkungen teilweise auch für Kinder

Viele Geschäfte, die Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen. Gleiches gilt auch für Kitas und Schulen. Außerdem gibt es strengere Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt darf sich künftig nur noch mit einer weiteren Person treffen. Das bedeutet: Eine Familie darf nur noch Besuch von einer einzelnen Person bekommen. Die Großeltern dürfen also z. B. nicht mehr gemeinsam vorbeischauen.

Bislang waren Kinder unter 14 Jahren von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Das gilt nun nicht mehr: Zwei kleine Kinder, die sich ja nicht ohne ihre Eltern zum Spielen treffen können, dürfen sich also künftig nicht mehr sehen – zumindest in einigen Bundesländern. Manche Länderchefs halten die Kontaktbeschränkungen für Kinder für nicht praktikabel oder gar "lebensfremd" (Malu Dreyer, SPD) und halten an den Ausnahmen für Kinder fest.

Das gilt in den einzelnen Bundesländern

  • Baden-Württemberg: Kinder unter 14 Jahren sind von den Corona-Kontaktregeln ausgenommen.
  • Bayern: Die Kontaktbeschränkung gelten auch für Kinder unter 14 Jahren. Ausgenommen ist die Beaufsichtigung von Kindern in festen Betreuungsgemeinschaften.
  • Berlin: Bei Alleinerziehenden werden Kinder unter 12 Jahren bei den Kontakt-Regeln nicht mitgezählt. Außerdem werden die Kontaktbeschränkungen für privat organisierte Kinderbetreuung gelockert.
  • Brandenburg: Kinder unter 14 Jahren sind von den Corona-Kontaktregeln ausgenommen.
  • Bremen: Kinder unter 12 Jahren sind von den Corona-Kontaktregeln ausgenommen.
  • Hamburg: Die Kontaktbeschränkung gelten auch für Kinder unter 14 Jahren. Nur die private Kinderbetreuung soll nicht weiter eingeschränkt werden.
  • Hessen: Die Kontaktbeschränkung gelten auch für Kinder unter 14 Jahren. Die Begleitung und Betreuung minderjähriger oder unterstützungsbedürftiger Personen bleibt erlaubt.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Kinder unter 12 Jahren sind von den Corona-Kontaktregeln ausgenommen.
  • Niedersachsen: Kinder bis 3 Jahren sind von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen.
  • Nordrhein-Westfalen: Eine Person, die einen anderen Hausstand besucht, darf ihre eigenen Kinder mitbringen. Außerdem bleibt die Begleitung und Beaufsichtigung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen erlaubt.
  • Rheinland-Pfalz:  Kinder bis einschließlich 6 Jahren sind von der Regelung ausgenommen.
  • Saarland: Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für Kinder unter 14 Jahren. Ausgenommen sind Kinder, die betreut werden müssen. Auch ist es erlaubt, feste privat organisierte Gemeinschaften zur Betreuung von Kindern unter 14 Jahren einzugehen.
  • Sachsen: Für Familien, die sich bei der Kinderbetreuung unterstützen, gelten Ausnahmen. Kinder unter 14 Jahren dürfen sich aus maximal zwei Haushalten treffen.
  • Sachsen-Anhalt: Die Kontaktbeschränkung gelten auch für Kinder unter 14 Jahren.
  • Schleswig-Holstein: Kinder, die von Familienangehörigen betreut werden, sollen von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen werden.
  • Thüringen: Die Kontaktbeschränkung gelten auch für Kinder unter 14 Jahren.

Gilt mein Baby schon als Person?

Wo die Kontaktbeschränkungen nun auch für Kinder gelten, fragen sich Eltern von Säuglingen nun: Gilt mein Baby auch schon als Person? Die Antwort ist: Ja. Wie ein Rechtsanwalt in einer SR1-Radiosendung betonte, ist auch ein Baby eine Person, daher gelten auch für Säuglinge schon die Kontaktbeschränkungen. Zwei frisch gebackene Papas dürften sich demnach künftig nicht mehr zum gemeinsamen Spaziergang mit ihren Säuglingen treffen.

15-Kilometer-Regel in Hotspots

Hinzu kommt außerdem eine neue Maßnahme: In Regionen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen – sogenannten Corona-Hotspots – wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort beschränkt. Das bedeutet, dass man sich vom Wohnort aus nur noch im Umkreis von 15 Kilometern bewegen darf, zumindest „sofern kein triftiger Grund vorliegt". Tagestouristische Ausflüge, beispielsweise in das nächste Skigebiet, stellen keinen triftigen Grund dar.

Wie kann ich meinen 15-km-Radius herausfinden?

Um zu überprüfen, wie euer persönlicher 15-Kilometer-Radius aussieht, gibt es im Netz ein praktisches Tool, das euch dabei hilft: Bei Calcmaps könnt ihr euch ganz einfach anzeigen lassen, wie euer Radius aussieht.

  1. Geht auf die Calcmaps-Website.
  2. Klickt auf "Radius auf Karte messen".
  3. Gebt in das Suchfeld euren Wohnort ein, wählt als Radius 15 Kilometer aus und klickt auf "Suche".
  4. Nun wird euch euer Radius angezeigt.
  5. Mit dem "+" oben links auf der Karte könnt ihr reinzoomen und genau erkennen, bis wo ihr euch bewegen dürft.
  6. Die Karte könnt ihr auch herunterladen und ausdrucken.

Quelle: Bundesregierung

Bildquelle: imago images / Cavan Images

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