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Süßes oder Saures? Halloween in Zeiten von Corona

Wie macht ihr das?

Süßes oder Saures? Halloween in Zeiten von Corona

Halloween steht kurz vor der Tür und in diesem Jahr dreht sich mal alles nicht um die Frage, wie gut oder blöd man das Fest findet, sondern vor allem darum: Was machen Eltern und Kinder eigentlich in diesen Corona-Zeiten?

Ich persönlich kann Halloween überhaupt gar nichts abgewinnen. Mir erschließt sich weder der Tag noch dieses von Tür zu Tür ziehen der Kinder, um nach Süßigkeiten zu fragen. Aber es soll ja in dieser Kolumne nicht darum gehen, dass ich ein Halloween-Muffel bin, sondern um die besonderen Herausforderungen im Corona-Jahr.

Bei den Nachbar*innen klingeln?

Noch wurde das von Haus zu Haus gehen und für Süßigkeiten bei Nachbar*innen klingeln nicht offiziell verboten. Aber es ist natürlich klar, dass dies ein gewisses Risiko mit sich bringt. Aufgeregte Kinder werden nicht immer den Mindestabstand wahren können, auch die Übergabe der Süßigkeiten wird nicht immer kontaktlos ablaufen. Meist ziehen Kinder auch in kleineren Gruppen um die Häuser, so dass es hier zu einigen Kontakten innerhalb einer Gruppe kommt. Auch nicht gerade ideal.

Abstand halten bei "Süßes oder Saures"

Kein Elternteil hat doch Lust darauf, die aufgedrehten Kinder ständig an Abstandsregeln zu erinnern und wir selbst fühlen uns dann, wie an so vielen anderen Tagen, auch eher als Spielverderber. Was aber, wenn jemand unwissend mit Corona infiziert ist und das dann von Haus zu Haus trägt? Im Zweifelsfall kann also auch eine kleine Runde "Süßes oder Saures" zu einem Superspreader-Event werden.

Es findet ja im Freien statt

Das sind gute Gründe, die tatsächlich gegen die diesjährige Halloween-Tour sprechen. Allerdings: Wenn ihr eher ländlich wohnt und die ganze Sache sowieso eher im Freien stattfindet, dann spricht ja auch nichts gegen diesen Spaß für die Kinder. Denn Bewegung an der frischen Luft tut Familien immer gut und auch die Ansteckungsgefahr wird im Freien gemindert.

Kinder mussten auf viel verzichten

Wir alle wissen, die Kleinen haben in den letzten Monaten, genau wie wir Eltern, einiges mitgemacht. Und ihnen dann solch ein Event zu verbieten, das wollen auch nicht alle Familien. Wie so oft in diesen Monaten brauchen wir auch für Halloween also flexible Regeln, die an die aktuelle Situation angepasst werden.

Dazu sollte vor allem zählen: Wer die Tür nicht öffnet, ist nicht fies oder gemein, sondern will sich im Zweifelsfall vor der Ansteckung schützen. Wir wissen alle nicht, wo Menschen mit einem erhöhten Risiko wohnen und wenn diese zum Selbstschutz die Tür nicht öffnen, dann ist das vollkommen in Ordnung.

Die Bundesfamilienministerin Franzsika Giffey rät davon ab, dass Kinder an Halloween von Tür zu Tür ziehen. "Auch wenn das für Kinder und Jugendliche sehr traurig ist, aber Halloween, so wie sie es kennen, das geht in diesem Jahr nicht", sagte sie in einem Interview mit der "Welt".  Und wie auch wir plädiert sie für Alternativen, die im Kleinen doch eine Feier ermöglichen.

Alternativen zum Klingeln

Auch möglich wäre, dass befreundete Familien, die sowieso eine Kleingruppe bilden und ihre Kontakte aufeinander beschränken, sich gegenseitig an der Haustür besuchen. Hier droht wenig Gefahr und die Kinder können trotzdem sammeln. Alternativ kann man im Wohnhaus ja fragen, welche Nachbar*innen bereit wären, den Kindern eine nette Halloween-Überraschung zu gestalten.

Halloween feiern in Zeiten von Corona

Wenn ihr Halloween auch in diesem Jahr groß mit euren Kindern feiern wollt, dann verlagert eure Party doch einfach zu euch nach Hause. Nicht, dass wir uns da falsch verstehen, ihr sollt niemand Neuen einladen, sondern mit den Menschen feiern, die sowieso schon zu eurem Haushalt zählen. Denn letztlich ist es Kindern doch gar nicht wichtig, ob sie nun lauter fremde Menschen sehen. Sie wollen sich gruseln, sie wollen Süßkram essen und sich verkleiden. Und das alles geht zum einen in abgespeckter Form auch immer noch, zum anderen aber könnt ihr euch dann Zuhause richtig austoben.

Tipps für heimische Halloween-Party

Hier ein paar Tipps, wie ihr Zuhause groß feiern könnt:

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Meine Meinung

Es klang ja schon an, ich bin kein Fan von Halloween. Und meine Kinder sind auch nicht wirklich im Halloween-Fieber. Sie haben keine Lust auf Grusel und haben auch keine Lust auf Klingelstreiche. Sie sind einfach zu klein und wenn wir Eltern das nicht vorleben, dann ist es natürlich auch wenig interessant.

Wir haben aber mit einer anderen Familie im Haus die Übereinkunft getroffen, dass die Kinder gegenseitig klingeln dürfen und dann auch was Süßes bekommen. So kommen die Faschingskostüme noch mal zum Einsatz und der ganze Gruselkram bleibt außen vor. Für uns auch wegen Corona eine gute Lösung.

 

Bildquelle: getty images / iStock / Getty Images Plus / AnnaStills

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