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24. SSW: Ab jetzt gilt das Baby im Falle einer Frühgeburt als überlebensfähig

24. SSW: Ab jetzt gilt das Baby im Falle einer Frühgeburt als überlebensfähig

Zweites Trimester

Ab der 24. SSW ist ein weiterer Meilenstein geschafft: Sollte dein Kind jetzt zur Welt kommen, stehen die Chancen gut, dass es mit intensivmedizinischer Hilfe überleben kann. Trotzdem braucht es die kommenden Wochen unbedingt, um im Bauch weiter zu reifen. Für dich steht jetzt übrigens der Zuckertest an. Wie er funktioniert – und was sich in SSW 24 noch bei dir und beim Baby tut.

MEILENSTEINE DER 24. SSW
Dein Baby ... ist jetzt am Ende des sechsten Monats etwa so groß bzw. lang wie eine Aubergine.
Dein Bauch ... Macht wahrscheinlich einen Schub, denn das Baby legt fleißig zu und die Gebärmutter wächst auf die Größe eines Handballs an. Wie dein Bauch aussieht, ist individuell und hängt u.a. von deiner Statur, deinem Bindegewebe und der Kindslage ab.
Vorfreude Würde das Baby jetzt in der 24. SSW – also definitiv noch viel zu früh – auf die Welt kommen, hätte es realistische Überlebenschancen. Vorausgesetzt, das Frühchen wird sofort optimal behandelt.
Mama-Tipp der Woche Nimm dir zwischendurch ruhig Zeit, die nur dir und dem Baby in deinem Bauch gehört. Auch, wenn du schon Kids hast.
Papa-Tipp der Woche Eine Schwangerschaft ist eine ganz schöne Leistung, die mit vielen schönen, aber auch herausfordernden Momenten einhergeht. Emotional und körperlich. Plagen die werdende Mama Beschwerden, versuche sie zu unterstützen und ihr etwas Gutes zu tun.
Deine 24. SSW ... geht von 23+0 bis 23+6 (23 Wochen + 0 bis 6 Tage). Du bist jetzt am Ende des sechsten Monats und in der letzten Woche des zweiten Trimesters.

Schwangerschaftsdiabetes und Zuckertest

Ab der 24. SSW wird ds Zeit für den Zuckertest. Denn rund fünf von 100 Frauen entwickeln im Verlauf ihrer Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt. Diese Stoffwechselentgleisung lässt sich – frühzeitig entdeckt – jedoch gut behandeln. Oft reichen als Therapie schon eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung.

Als Risikofaktoren für einen Schwangerschaftsdiabetes gelten:

  • ein hohes Gewicht,
  • ein höheres Alter der Schwangeren
  • und wenn es Diabetiker*innen in der Familie gibt
  • oder eine Frau schon bei einer früheren Schwangerschaft einen Diabetes entwickelt hat.

Höhere Zuckerwerte sind okay, nur zu hohe nicht

Dass sich der Stoffwechsel in der Schwangerschaft verändert, der Zucker nach dem Essen langsamer aus dem Blut in die Körperzellen gelangt und der Blutzuckerspiegel steigt, ist normal. In der Regel stabilisieren sich leicht erhöhte Werte nach der Geburt von selbstt wieder.

Werden jedoch bestimmte Werte überschritten, sprechen Expert*innen von einem Schwangerschaftsdiabetes. Gehen die hohen Werte trotz einer Ernährungsberatung und mehr Bewegung nicht runter, kann es sein, dass die Betroffene in den folgenden Schwangerschaftswochen Insulin spritzen muss.

Denn unbehandelt kann das Kind sehr groß werden und es könnte zu Geburtskomplikationen kommen. Dem wollen Ärzte und Ärztinnen natürlich vorbeugen.

Welche Symptome deuten auf einen Schwangerschaftsdiabetes hin?

Oft merken Frauen mit beginnendem Schwangerschaftsdiabetes gar keine Symptome. Steigt der Blutzuckerspiegel stark an, kann es allerdings sein, dass sich Betroffene schwach und müde fühlen oder sehr durstig sind.

Wie läuft so ein Zuckervortest und der Glukosetoleranztest (oGTT) ab?

Um einen Schwangerschaftsdiabetes festzustellen, empfiehlt deine Gynäkologin dir zwischen der 24. SSW und 28. SSW einen Zuckertest, um zu schauen, wie dein Körper auf eine bestimmte Menge Glukose (Traubenzucker) reagiert.

Dazu bekommst du für einen Vortest zuerst ein Glas Wasser mit 50 Gramm Zucker. Hast du die süße Zuckerlösung getrunken, heißt es eine Stunde lang abwarten. Dann wird dir Blut abgenommen, um die Höhe deines Blutzuckers zu bestimmen.

  • Liegt der Wert unter 7,5 mmol/l beziehungsweise 135 mg/dl, ist alles okay.
  • Bei Werten darüber, machst du einen ausführlicheren Diagnosetest, für den du nüchtern sein musst und einen weiteren Termin – manchmal auch bei einer Diabetologin oder einem Diabetologen – brauchst.

Damit der Glukosetoleranztest (oGTT) aussagekräftig ist, darfst du davor mindestens acht Stunden lang nichts gegessen und höchstens Wasser ohne Kohlensäure getrunken haben.

Für den oGTT-Test wird dir als erstes Blut abgenommen, um den Nüchtern-Blutzuckerspiegel zu bestimmen. Danach trinkst du 300 Milliliter Wasser mit 75 Gramm Glukose. Nach einer Stunde steht Blutabnahme Nummer zwei auf dem Plan, um die Werte zu bestimmen. Die dritte Blutentnahme folgt nach einer weiteren Stunde. Du musst also etwas Zeit mitbringen. Bis alle Werte da sind, dauert es ein paar Tage.

Sollte einer der drei Blutzuckerwerte erreicht oder überschritten sein, stellt der Arzt oder die Ärztin die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes:

  • nüchtern: 5,1 mmol/l (92 mg/dl)
  • nach einer Stunde: 10,0 mmol/l (180 mg/dl)
  • nach zwei Stunden: 8,5 mmol/l (153 mg/dl)

Dein Baby in der 24. SSW: Als Frühchen hätte es nun Überlebenschancen

Jetzt in der 24. SSW (also 23+0 bis 23+6) ist das Baby rund 30 Zentimeter lang und wiegt um die 600 Gramm. Es macht nun in seiner Entwicklung einen ganz entscheidenden Schritt: Alle seine Organe (abgesehen von der Lunge) sind soweit ausgebildet.

Deshalb steigen ab jetzt mit jeder weiteren Woche im Bauch seine Überlebenschancen außerhalb. Vorausgesetzt natürlich, es wird intensivmedizinisch betreut. Obwohl dein Baby noch sehr dünn ist und deutlich mehr Fett ansetzen muss, ist es rein äußerlich schon gut entwickelt.

SSW 24: Die Lunge ist allerdings noch nicht reif genug

Die Lunge braucht fast bis zum Ende der Schwangerschaft, bis sie ausgereift ist. Sie erreicht als letztes Organ seine volle Funktionstüchtigkeit, entwickelt sich in den nächsten Wochen aber rapide.

Kündigt sich in der 24. SSW eine Frühgeburt an, geben Ärzte der werdenden Mutter deshalb eine Lungenreifespritze, die die Entwicklung beschleunigen soll. Dadurch steigen die Überlebenschancen des Frühchens. Außerdem wird im Ultraschall möglichst genau geschaut, wie groß und schwer das Kind ist – und wie sein Entwicklungsstand ist.

Bei aller Erleichterung über die Überlebens-Chancen: Auf dem Plan stehen trotzdem noch gut 16 Schwangerschaftswochen! Und die braucht dein Baby auch, um rosig und gut entwickelt mit einem kräftigen Willkommens-Schrei auf die Welt zu kommen.

Wichtig zu wissen

Der Geschmackssinn des Babys bildet sich immer besser aus

Dein Kind nimmt ab der 24. SSW über das Fruchtwasser mehr Geschmacksunterschiede wahr. Süß, sauer, salzig und bitter konnte es schon seit einigen Wochen unterscheiden, nun differenziert sich der Geschmackssinn aus.

Das Baby bleibt eine kleine Naschkatze – ihm schmeckt Süßes besonders gut. Diese Präferenz wird es in den ersten Lebensjahren (und vielleicht sein Leben lang) behalten. Das könnte auch ein Grund dafür sein, warum viele Schwangere ab der 24. SSW häufiger einmal mit Heißhungerattacken zu kämpfen haben und sich am liebsten von Schokolade und Eis ernähren würden.

Dein Körper in der 24. SSW: Wie geht es deinem Rücken?

Der dicke Babybauch am Ende des zweiten Trimesters kann dich manchmal aus der Balance bringen. Damit Schwangere trotz des Zusatz-Gewichts nicht nach vorne überkippen, gehen sie in der Regel automatisch ins Hohlkreuz.

Da die Lendenwirbel bei Frauen anders aufgebaut und dadurch stärker sind als bei Männern, schadet das der Wirbelsäule zum Glück nicht. Rückenschmerzen gehören trotzdem zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden.

Was hilft gegen Rückenschmerzen?

Gymnastikübungen oder Yoga für Schwangere wirken Kreuznweh entgegen und helfen dabei, die Rücken- und Bauchmuskulatur zu stabilisieren und zu kräftigen. Außerdem ist Yoga eine gute Möglichkeit, deinen Körper auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten.

Die Übungen…

  • …stärken deine Muskeln
  • und dehnen und lockern den ganzen Körper.
  • Zusätzlich bekommst du dadurch eine gute Ausdauer
  • und ein Gespür für deine Atmung. Beides sind wichtige Faktoren, um die Geburt gut zu meistern. Und auch im Wochenbett schadet es nicht.

Deine Checkliste in der 24. SSW

  1. Stichwort Geburtsvorbereitungskurs: Hast du dich schon angemeldet? Falls du einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen möchtest, läuft nun der Countdown.
  2. Rhesus-Faktor-Bestimmung. Jetzt ist nicht nur Zeit für den Zuckertest. Deine Ärztin ermittelt auch noch einmal deinen Rhesus-Faktor. Bist du Rh-negativ und dein Kind Rh-positiv, spritzt dir deine Gynäkologin vorbeugend ab der 28. SSW Anti-D-Globulin, um die Bildung von Antikörpern zu verhindern. Das Baby bekommt 72 Stunden nach der Geburt eine zweite Injektion.
  3. Nestbautrieb?! So langsam macht es Spaß, das Kinderzimmer einzurichten und sich schon mal Wickeltisch, (Beistell-)Bettchen & Co zu kümmern. Das gibt es oft auch gut erhalten aus zweiter Hand oder zur Miete.
  4. Gönnst du dir genug Pausen? Schwanger-sein kann wunderschön, aber auch ganz schön anstrengend oder sogar echt herausfordernd werden. Vor allem wenn sich ab der 24. SSW Wehwehchen zeigen oder der Bauch immer wieder unangenehm hart wird, ist etwas mehr Ruhe angesagt.

Bestimmt schwirren dir viele Fragezeichen durch den Kopf und mit jeder Schwangerschaftswoche tauchen neue auf. Wir haben Antworten auf Fragen, die sich viele werdende Mamas in SSW 24 stellen.

Ich bin krank, ist das gefährlich fürs Baby?

Schnupfen, Husten, Durchfall & Co: Natürlich kann es dich auch als Schwangere erwischen. Sprich am besten immer mit deiner Hebamme oder Ärztin, wenn du dich richtig krank fühlst.

Sie können dir sagen, welche Hausmittel helfen, wann du deine Symptome lieber von einer darauf spezialisierten Medizinerin abklären lässt und ob beziehungsweise welche Medikamente sinnvoll sind.

Wie viel Kilo hat eine Schwangere bis zur 24. SSW zugenommen?

Im Schnitt nimmt eine Schwangere ein bis zwei Kilo im ersten Trimester, sechs bis acht Kilo im zweiten Trimester und vier bis sechs Kilo im dritten Trimester zu. Jetzt am Ende des zweiten Trimesters hat Frau Durchschnittsschwanger also rund sieben bis zehn Kilo zugenommen. Aber auch etwas mehr oder weniger sind Expert*innen zufolge kein Grund zur Sorge.

Bist du mit Untergewicht schwanger geworden, kann eine größere Gewichtszunahme sinnvoll sein. Bei übergewichtigen werdenden Mamas reicht auch etwas weniger. Generell gilt: Macht dir dein Gewicht Sorgen, vertrau dich ruhig deiner Hebamme oder Gynäkologin an. Sie können dich individuell beraten, Tipps geben und oftmals Ängste nehmen.

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Unterleibsschmerzen: Woran kann das liegen?

Um die 24. SSW herum spürst du möglicherweise zwischendurch einen ziehenden Schmerz rechts und links neben dem Nabel bis hin zur Leiste und dem unteren Rücken. Der Grund ist in den meisten Fällen, dass deine Gebärmutter mehr Platz fürs Baby schafft, wodurch die „Mutterbänder“, die sie an der richtigen Position halten, unter Zug geraten.

Die leichten Unterleibsschmerzen können während der Schwangerschaft immer wieder auftreten und müssen dich nicht beunruhigen.

Was hilft? Ausruhen, nicht (mehr) so viel Stehen, Wärme und manchmal auch ein stützender Bauchgurt. Hast du ein komisches Gefühl, hört der Schmerz nicht auf, wird er wehenartig oder stärker, vertrau dich zeitnah deiner Ärztin oder deinem Arzt an.

Was unterscheidet Übungswehen von Frühwehen?

Bei einigen Frauen können sich bereits ab der 24. SSW Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) einstellen, bei denen sich der Bauch von Zeit zu Zeit rhythmisch zusammenzieht.

Natürlich können solche Übungswehen erst einmal Sorge bereiten, aber sie sind kein Grund zur Beunruhigung: Damit übt der Körper schon einmal für die Geburt und dein Baby stört es ziemlich sicher nicht.

Bei der Frage „Übungswehen oder Frühwehen?“ gilt die Faustregel:

  • Die Übungswehen sollten nicht länger als 45 Sekunden dauern und nicht öfter als drei Mal in der Stunde auftreten.
  • Falls die Kontraktionen in regelmäßigen Abständen auftreten, sie schmerzhaft werden oder du zu bluten beginnst, solltest du sofort deine Ärztin ins Vertrauen ziehen.

Denn dann könnte es sich um viel zu frühe Geburtswehen und nicht nur Übungswehen handeln.

Ist ein Abbruch der Schwangerschaft so spät noch erlaubt?

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch nur bis zur 14. SSW straffrei. Danach muss eine medizinische Indikation vorliegen. Zudem ist eine Konfliktberatung inklusive Wartezeit Pflicht. Genaueres zum Thema Spätabtreibung und wer dich wie unterstützen kann, liest du hier.

Fehlgeburt in der 24. SSW: Was jetzt?

Stirbt das Baby während der Schwangerschaft im Mutterleib, wird ab der 14. SSW eine stille Geburt eingeleitet. Bist du betroffen, hole dir unbedingt die Unterstützung, die du brauchst. Du musst da nicht alleine durch. Mehr zur Stillen Geburt kannst du hier lesen.

Woran erkenne ich eine Schwangerschaftsvergiftung?

Alarmsignale für eine Präeklampsie können hoher Blutdruck, starke Kopfschmerzen, innere Unruhe, Augenflimmern und viel Eiweiß im Urin sein. Bei der Spezialform HELLP-Syndrom, das mit Veränderungen der Leber einhergeht, können auch eine starke Übelkeit und rechtsseitige Oberbauchschmerzen auftreten.

Ist das Kind weit genug entwickelt, ist die Therapie die Entbindung. Ist es – wie jetzt in der 24. SSW – noch zu früh, versuchen die betreuenden Ärzte und Ärztinnen die Schwangerschaft mit speziellen Medikamenten zu erhalten. Allerdings müssen die Risiken für Mutter und Kind sehr genau abgewogen werden. Früh erkannt ist eine Präeklampsie gut behandelbar.

Was kann, soll, muss ich im siebten Monat kaufen?

Wahrscheinlich wird dir mit zunehmendem Bauchumfang immer weniger passen und du behilfst dir mit Oversize-Looks aus deinem Schrank – oder denen deiner Liebsten.

Bist du im Team Umstandsmode, lass dich am besten beraten, was für dich geeignet ist und was auch später im Wochenbett und in der Stillzeit noch gut funktioniert. Eine Leggings oder Stretch-Jeans mit stützendem Bauchband ist auf jeden Fall nie verkehrt. Auch Wickel-Kleider eignen sich prima.

MAMA Jeansshorts
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MAMA 2er-Pack Jerseyleggings
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Umstands- und Still-Kleid
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So war es bei mir

Wie steht es um deinen Nestbautrieb? Tatsächlich braucht so ein Säugling viel weniger, als die meisten werdenden Eltern denken. Wir haben uns grob an Listen und Tipps für die Erstausstattung orientiert – und erst nach und nach weitere Dinge gekauft, die zu unserem Mini und unserem Alltag gepasst haben.

Die wichtigsten Anschaffungen für uns waren seitlich knöpfbare Bodys (musst du nicht über den Kopf ziehen), das Beistellbettchen fürs Boxspringbett im Elternschlafzimmer, eine Trage inklusive Trageberatung und große Mulltücher (fürs Bäuerchen nach dem Trinken, als Decke, Stillschal, Notfallwindel, zum Spucken – sie sind Multitalente und bei vielen Familien Jahre später noch im Einsatz).

Bildquelle: Getty Images / NataliaDeriabina

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