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Alanis Morissette stillt ihr Baby an diesem äußerst ungewöhnlichen Ort

So normal

Alanis Morissette stillt ihr Baby an diesem äußerst ungewöhnlichen Ort

Alanis Morissette zeigt auf Instagram ein Stillbild mit ihrem zweiten Baby. Das alleine wäre nichts Besonderes. Aber: Die Musikerin stillt an einem ganz besonderen Ort: einem Zeitschriftencover. Und sie hat eine wichtige Botschaft an ihre Fans.

News von Alanis Morissette

In Zeiten von Corona ist es auch schön, mal von anderen Themen zu lesen. Wir alle brauchen doch auch mal einen Moment der Pause und vielleicht sogar etwas Ablenkung. Da kommt der neueste Instagram-Post von Alanis Morissette doch genau richtig.

Die 42-jährige Kanadierin ist vor Kurzem zum dritten Mal Mutter geworden. Grund genug für sie, sich auf einem Zeitschriftencover in ganz besonderer Position zu zeigen. Denn statt des üblichen Familienshootings mit Mann und Kindern, hatten die Macher vom "health" Magazin eine andere Idee.

Stillen auf dem Cover einer Zeitschrift

Sie posiert zwar mit ihrem Sohn Winter Mercy fürs Cover, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied zu all den anderen Frontbildern. Während Alanis in die Kamera strahlt, stillt ihr Sohn an ihrer Brust. Ein herrlich normales Bild, das eigentlich nichts Besonderes sein sollte. Und doch ist es das, weil Stillen längst nicht überall als natürlich und schön angesehen wird.

Stillen in der Öffentlichkeit ist normal

Überall auf der Welt sehen sich Mütter genötigt, ihre Kinder auf Toiletten zu stillen, weil sie erleben, dass die natürliche Art der Säuglingsernährung auf Ablehnung trifft. Dass Alanis (und das Magazin) sich fürs Stillen starkmachen, ist ein tolles Signal.

Alanis fühlt sich verletzlich

Dabei war die Sängerin sich zunächst gar nicht so sicher, ob das eine gute Idee ist. Auf Instagram erklärt sie, dass sie sich unsicher und verletzlich fühlt, wenn sie sich so zeigt. Gleichzeitig hätte sie mit der Zeit aber gelernt, dass es wichtiger ist, auf die Menschen zu hören, die einen bestärken und weniger auf die, die nörgeln und kritisieren.

Mut machen

Da ist es natürlich sehr passend, dass Alanis Morissette mit ihrem Stillcover allen Frauen Mut machen will. Denn wenn wir alle dafür sorgen, dass stillenden Frauen zum normalen Alltagsgeschehen dazugehören, dann erleichtern wir das Leben vieler Mütter.

Stillen ist nichts, was heimlich geschehen sollte. Es ist Nahrungsaufnahme und Liebe und gehört genauso in die Öffentlichkeit wie Eltern, die ihren Babys die Flasche geben.

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Mein Fazit

Ich stille gerade mein drittes Kind und habe damit einige Jahre Stillerfahrung. Bei meinem ersten Kind habe ich mich tatsächlich auch nicht getraut, in der Öffentlichkeit zu stillen, weil ich die Blicke als aufdringlich bis feindselig empfand. Beim zweiten und dritten Kind waren und sind sie mir egal. Sollen die Leute gucken, mich stört das nicht. Wenn das Baby Hunger hat, hat es Hunger. Niemand isst gern auf dem Klo, wieso sollte ich als Mutter meinem Baby also die Brust auf einer öffentlichen Toilette geben. Ich weiß, dass nicht alle stillenden Mütter dieses Selbstbewusstsein haben, das ist ok. Ich setze mich dafür ein, dass Stillen in der Öffentlichkeit normal wird.

Bildquelle: getty images / Daniel Zuchnik / Freier Fotograf

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