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26. SSW: Das Gewicht steigt, der Bauch wächst und dein Baby öffnet seine Augen

26. SSW: Das Gewicht steigt, der Bauch wächst und dein Baby öffnet seine Augen

Zweites Trimester

Erschrick nicht, wenn du in SSW 26 auf die Waage steigst. In den nächsten Wochen wird dein Gewicht durch Wassereinlagerungen und Co deutlich steigen und dein Bauch wächst sichtlich. Vielleicht gönnst du dir Massagen mit pflegenden Ölen, um die Haut für den Wachstumsschub vorzubereiten? Was sich noch bei dir und beim Baby tut – und was in der 26. SSW (siebter Monat) wichtig ist.

MEILENSTEINE DER 26. SSW
Dein Baby ... ist jetzt so groß bzw. lang wie ein Mangold.
Dein Bauch ... geht spätestens in SSW 26 als Baby-Kugel durch. Der Fundusstand liegt nun klar über dem Bauchnabel und die Waage steht im Zeichen der Gewichtszunahme.
Vorfreude Noch hast du genug Zeit, dich auf die Geburt und das Baby vorzubereiten. Aber mache dir ruhig bereits jetzt in der 26. SSW Gedanken darüber, was das Kind nach der Geburt unbedingt braucht. Unsere Erstausstattungsliste kann dabei helfen.
Mama-Tipp der Woche Deine Ärztin wiederholt spätestens jetzt die Rhesus-Faktor-Bestimmung. Bist du Rh-negativ, spritzt dir deine Gynäkologin vorbeugend in der 28. SSW Anti-D-Globulin, das die Bildung von Antikörpern verhindert. Ist dein Baby Rh-positiv, bekommst du 72 Stunden nach der Geburt eine zweite Injektion.
Papa-Tipp der Woche Wie sieht es aus mit einem Babymoon? Bis zum siebten Monat ist für viele die beste Zeit, um vor der Geburt eine schöne Urlaubsreise einzuplanen.
Deine 26. SSW ... geht von 25+0 bis 25+6 (25 Wochen + 0 bis 6 Tage). Du bist jetzt in der Mitte des siebten Monats – und damit am Ende des zweiten Trimesters.

Ab der 26. SSW macht der Bauch einen erneuten Schub

Wahrscheinlich wirst du nun auch von deinen Mitmenschen auf die Schwangerschaft angesprochen. Du wirst ungefragt eine Menge Tipps und Kommentare hören und musst damit umgehen, dass plötzlich selbst entfernte Bekannte mit verklärtem Blick deinen Bauch anfassen möchten…

Unser Tipp: Lass dich von gut gemeinten Ratschlägen nicht aus der Ruhe bringen und ziehe Grenzen: Sage klar, wenn du etwas nicht möchtest – das ist schließlich dein gutes Recht. Eine Mutter spürt intuitiv, was ihr und dem Baby guttut und wovon sie lieber (hier auch wortwörtlich) Abstand nimmt.

Diese Situationen kennt jede Schwangere

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Dein Baby in der 26. SSW: Das Kleine wird zum Boxer

In der 26. SSW (also 25 +0 bis 6) ist das Baby bereits um die 35 Zentimeter groß und wiegt circa 750 bis 800 Gramm. Noch bleibt ihm in deiner Gebärmutter etwas Platz – und den nutzt es auch. Um das zu merken, ist nun kein Ultraschall mehr nötig. Du spürst es selbst ziemlich heftig.

Das Koordinationsvermögen des Fötus wird immer besser

Er spielt mit seinen Händen und Füßen, umgreift immer wieder die Nabelschnur, tritt und boxt ambitioniert. Auch für Purzelbäume ist noch genug Raum und so liegt das Baby mal mit dem Kopf und mal mit den Füßen nach oben im Bauch. Spannend: Seine gezielten Bewegungen fördern ganz nebenbei auch die Ausbildung seines Gehirns.

In der 26. SSW öffnen sich die Augen des Babys zum ersten Mal

Weil die Nervenbahnen jetzt ausreichend mit der Großhirnrinde verbunden sind, kann das Kind Hell und Dunkel unterscheiden sowie wechselnde Formen erkennen. Allerdings ist sein Sehvermögen erst schwach ausgeprägt. Bis es voll entwickelt ist, wird es noch einige Wochen dauern.

Selbst nach der Geburt ist der Sehsinn des Säuglings noch nicht perfekt. Farben wird er zum Beispiel erst rund zwei Monate nach der Geburt wahrnehmen können. Die endgültige Augenfarbe deines Kindes zeigt sich bis zu 18 Monate später. Je mehr Melanin sich in der Regenbogenhaut des Auges einlagert, desto dunkler sind bzw. werden die Augen.

Apropos: Haben seine Eltern eine helle Hautfarbe, erscheinen uns die Augen des Babys direkt nach der Geburt meist blau. Eltern mit dunkler Hautfarbe bekommen fast immer Kinder mit braunen oder dunkelgrauen Augen.

Auch spannend: Wie weit seid ihr eigentlich schon mit der Namens-Suche?

Was, wenn das Kind jetzt in der 26. SSW zur Welt kommt?

Das ist natürlich noch viel zu früh. Aber dein Kind könnte es in SSW 26 durchaus schaffen, wenn es gleich intensivmedizinisch betreut wird. Es ist aber noch sehr dünn und muss deutlich mehr Fett ansetzen. Mit jeder weiteren Woche im Bauch steigen die Überlebenschancen deines Babys außerhalb.

Im Ultraschall ist zu sehen, wie extrem zart das Kind in der 26. SSW ist. Kein Wunder: Die Natur hat immerhin noch rund 14 Wochen Entwicklungszeit im Bauch vorgesehen. Noch ist vor allem die Lunge des Babys nicht reif genug.

Kündigt sich in der 26. SSW eine Frühgeburt an, geben Ärzte der werdenden Mutter deshalb eine Lungenreifespritze. Dadurch steigen die Überlebenschancen des Frühchens. Außerdem wird im Ultraschall möglichst genau geschaut, wie groß und schwer das Kind ist – und wie weit es entwickelt ist, damit die Kinderärzte bestmöglich vorbereitet sind.

Dein Körper in der 26. SSW: Mehr Gewicht durch Wassereinlagerungen

Bis zur 30. SSW wirst du nochmals spürbar an Gewicht zunehmen: pro Woche bis zu 500 Gramm. Das hängt auch damit zusammen, dass sich jetzt um die 26. SSW herum schneller zusätzliches Wasser im Körper einlagert.

Denn: Die Venen müssen in der Schwangerschaft viel stärker arbeiten, da der immer größer werdende Bauch aufs Becken drückt und den Rückfluss des Blutes stört. So gelangt Wasser ins Gewebe, wodurch sich deine Beine und Hände schwer anfühlen und anschwellen können.

In den nächsten Wochen wird dein Bauch noch weiterwachsen. Willst du deine Haut darauf vorbereiten, kannst du sie mit Feuchtigkeitscremes und -ölen eincremen und eine Zupfmassage ausprobieren. Sie beugt mit etwas Glück Schwangerschaftsstreifen vor.

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Deine Checkliste für die 26. SSW

  1. Hast du bereits den Zuckertest gemacht? Deine Ärztin bietet dir bis zur 27. SSW einen Blutzucker-gestützten Suchtest an, um einen möglichen Schwangerschaftsdiabetes frühzeitig zu entdecken. Sind die Werte auffällig (ab 135 mg/dl) kommt der Glukosetoleranztest zur Diagnose dazu. Die gute Nachricht: Rechtzeitig entdeckt, lässt sich der Blutzuckerspiegel oft schon durch eine Ernährungsumstellung senken.
  2. Schläfst du gut? In der 26. SSW kann es sein, dass deine Antwort auf diese Frage ein gequältes "Nein" ist. Du wachst nachts immer wieder auf und weißt nicht so recht, wie du dich hinlegen sollst. Kein Wunder: das Baby turnt, der Bauch drückt, die Blase zwickt und du kannst einfach nicht mehr einschlafen. Hier findest du Hilfe bei Schlafstörungen.
  3. Schwindel, Sodbrennen und Co: Vergiss nicht, lieber öfter kleine Portionen zu essen und immer ein paar Nüsse oder andere gesunde Snacks dabei zu haben, damit du gut durch den Tag kommst. Noch wichtiger: Trinke ausreichend Wasser und ungezuckerte Kräutertees.
  4. Wie ist das mit…? Bestimmt schwirren dir noch jede Menge Fragezeichen durch den Kopf und mit jeder Schwangerschaftswoche tauchen neue auf. Wir haben Antworten auf Fragen, die sich viele werdende Mamas in SSW 26 stellen.

Wo liegen die Gebärmutter und das Baby jetzt?

In der 26. SSW liegt der Fundusstand (der obere Rand der Gebärmutter) in der Regel deutlich über dem Bauchnabel, aber unterhalb des Rippenbogens. Noch dreht sich das Baby gern und oft. Wie und wo es genau liegt, wird für deine Ärztin aber erst in den letzten Wochen vor der Geburt wichtig.

Die Kindslage entscheidet nämlich mit darüber, ob eine spontane Geburt oder ein Kaiserschnitt Sinn machen. Im Mutterpass hält deine Ärztin oder Hebamme die Position des Babys im Bauch mit Kürzeln fest: BEL steht für Beckenendlage, SL für Schädellage und QL für Querlage.

Was hilft Schwangeren gegen Verstopfung?

Die Hormone Progesteron und Östrogen mindern jetzt in der Schwangerschaft die Spannung der glatten Muskulatur. Dadurch läuft die Verdauung langsamer. Helfen können Hausmittel wie:

  • Bewegung,
  • Fencheltee
  • Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Buttermilch, Misosuppe oder Sauerkraut
  • Ballaststoffe aus Gemüse (gut waschen) und Vollkorngetreide. Aber bitte nicht vergessen, viel Wasser dazu zu trinken. Sonst kehrt sich der Effekt ins Gegenteil um.
  • Hat dir deine Ärztin ein Eisenpräparat verschrieben, kann das die Verstopfungsneigung noch verstärken. Nimm es besser immer erst nach dem Essen mit viel Flüssigkeit ein – und sprich mit deiner Gynäkologin ruhig über Alternativen.

Achtung Abführmittel! Hier ist Vorsicht angebracht. Manche Präparate können vorzeitige Wehen auslösen. Geht gar nichts in Sachen Verdauung, besprich dich besser erst mit deiner Gynäkologin, bevor du etwas einnimmst.

Ist ein Abbruch der Schwangerschaft so spät noch erlaubt?

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch nur bis zur 14. SSW straffrei. Danach muss eine medizinische Indikation vorliegen. Zudem ist eine Konfliktberatung inklusive Wartezeit Pflicht. Genaueres zum Thema Spätabtreibung und wer dich wie unterstützen kann, liest du hier.

Fehlgeburt in der 26. SSW: Was jetzt?

Stirbt das Baby während der Schwangerschaft im Mutterleib, wird ab der 14. SSW eine sogenannte Stille Geburt eingeleitet. Bist du betroffen, hole dir unbedingt die Unterstützung, die du brauchst. Du musst da nicht alleine durch. Mehr zum Thema Stille Geburt kannst du hier lesen.

Was unterscheidet Übungswehen von Frühwehen?

Bei einigen Frauen stellen sich in der 26. SSW Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) ein, bei denen sich der Bauch von Zeit zu Zeit rhythmisch zusammenzieht. Natürlich können solche Übungswehen erst einmal Sorge bereiten, aber sie sind kein Grund zur Beunruhigung: Damit übt der Körper schon einmal für die Geburt und dein Baby hat kein Problem damit.

Anders ist das im Fall von Frühwehen: Bei der Frage „Übungswehen oder vorzeitige Wehen?“ gilt die Faustregel:

  • Die Übungswehen sollten nicht länger als 45 Sekunden dauern und nicht öfter als drei Mal in der Stunde auftreten.
  • Falls die Kontraktionen in regelmäßigen Abständen auftreten, sie schmerzhaft werden oder du zu bluten beginnst, solltest du sofort deine Ärztin ins Vertrauen ziehen.

Denn dann könnte es sich um viel zu frühe Geburtswehen und nicht nur um Übungswehen handeln.

Warum ist es so wichtig, den Beckenboden zu trainieren?

Deine Beckenbodenmuskeln stützen während der Schwangerschaft Gebärmutter, Blase und Darm. Das steigende Gewicht des Babys übt jedoch großen Druck auf sie aus und dehnt sie dadurch stark. Die Geburt belastet die Beckenbodenmuskulatur dann nochmals enorm.

Deshalb solltest du deine Beckenbodenmuskeln regelmäßig trainieren, damit sie danach wieder normale Spannung haben. Falls die Muskulatur auf Dauer schlaff bleibt, droht zum Beispiel eine Blasenschwäche. Die Krankenkassen tragen in der Regel die Kosten für einen Kurs oder auch die zertifizierte App Pelvina, die mit Physiotherapeuten und Gynäkologen entwickelt wurde. Auch auf die Kugelzeit zugeschnittenes Yoga tut vielen Schwangeren gut.

Was hilft bei Rückenschmerzen in der 26. SSW?

Je größer das Baby wird, desto mehr Platz müssen die Organe machen. Das ist kein Problem, weil sie nach der Geburt wieder an ihre gewohnte Stelle wandern. Aber für dich kann es sich unangenehm anfühlen. Oft zwickt und zwackt es, die Blase drückt und du musst häufig auf Toilette. Typisch sind auch Verstopfung und Rückenschmerzen.

Was gegen Rückenschmerzen hilft?

  • Gönne dir ruhig regelmäßig bewegte Pausen – auch während der Arbeit. Oft verstärken Stress und langes Sitzen Rückenschmerzen.
  • Yogaübungen
  • und eine Wärmflasche oder ein warmes (nicht zu heißes) Bad fördern die Durchblutung der Muskulatur und können so Schmerzen lindern.
  • Die sogenannte Beckenuhr-Übung ist ebenfalls hilfreich: Leg dich auf den Boden und stell die Füße hüftbreit auf. Die Arme liegen neben dem Körper. Stell dir vor, du liegst auf dem Ziffernblatt einer Uhr. Die Zwölf zeigt in Richtung deines Schambeins, die Sechs zur Lendenwirbelsäule. Beginne nun dein Becken gleichmäßig entlang der Ziffern zu kreisen. Deine Bauchmuskeln bleiben locker, nur Rücken und Becken arbeiten. Wiederhole das Kreisen fünfmal. Dann wechsle die Richtung. Zum Schluss tief in den Bauch atmen und entspannen.

Auch gut: Ein Besuch bei einer Physiotherapeutin. Sie zeigt dir stärkende Übungen und kann dir Rat geben, ob für dich spezielle Hilfsmittel wie ein Keilkissen, ein stützender Bauchgurt oder ein großer Gummiball Sinn machen. Manche Schwangere schwören auch auf einen Termin bei einem Osteopathen – oder bei der Schwangerschaftsmassage.

Was kann, soll, muss ich in der 26. SSW besorgen?

Um die Kliniktasche zu packen, ist es noch etwas früh. Aber es spricht nichts dagegen, sich schon mal Gedanken darüber zu machen, was Sinn macht. Hier findest du eine Klinik-Pack-Liste zum Download – und folgend einige Produkte, die wir euch für die Geburt, die erste Zeit mit Säugling (im Krankenhaus) und das Wochenbett empfehlen können.

Dazu zählen zum Beispiel ein stillfreundlicher Schwangerschaftsschlafanzug mit Bauchband – denn ja, eine kleine Kugel wird die ein oder andere auch nachdem das Baby da ist noch ein Weilchen begleiten. Ein Recover-Spray für den Dammbereich nach einer natürlichen Geburt oder Hydrogelpads und Brustwarzensalbe für den – leider nicht selten schmerzhaften – Stillstart.

Herzmutter Stillpyjama
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BIO Regenerationsspray 100ml
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4er-Pack Hydrogel Pads für Brustwarzen
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MAMACARE Brustwarzensalbe
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Vielleicht magst du auch eine süße Decke und ein Erstlingsoutfit mit einpacken? Das Baby bekommt Kleidung in der Klinik gestellt. Aber für den Heimweg braucht es natürlich etwas Eigenes.

Nicki-Strampler-Set
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Babydecke 80x100 cm beige / Regenbogen
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Cosilana Baby Wickelbody aus 70% Wolle und 30% Seide kbT (50-56, Grün)
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Strick-Erstlingsmütze mint
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So war es bei mir

Das erste, was ich für unseren Mini kaufte, war ein kleines Kuscheltier. Da ahnte ich noch nicht, wie sehr ich es ab der 27. SSW brauchen würde, um mich selbst daran festzuhalten. Noch so ein Kauf, der bis heute viel Bedeutung hat, war die Baby-Decke. Ich wickelte unser winziges Neugeborenes im Krankenhaus darin ein, nutzte sie später als Krabbeldecke fürs Kind und bis heute liegt sie im Bett unseres "Großen".

Bildquelle: Getty Images / NataliaDeriabina

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